RayPlay U3 - Ruckeln bei 24p (jedoch nicht bei 23,976p)

    RayPlay U3 - Ruckeln bei 24p (jedoch nicht bei 23,976p)

    Hallo,

    ich wollte mal fragen, ob diesbezüglich irgendwas bekannt ist ... und zwar habe ich schon seit längerem festgestellt, dass Filme (auf Festplatte gezogene Blu-rays), die 24p haben, so ca. alle 40 Sekunden oder einmal pro Minute ruckeln. Es sieht aus, wie ein kleiner Sprung, so als ob ein Bild zwischendrin fehlen würde und zum nächsten gepsprungen wird.
    Seltsamerweise tritt das Problem nur auf bei Filmen, die genau 24 fps haben, also irgendwas aus dem europäischen Raum. Amerikanische Filme mit 23,976 fps laufen einwandfrei.

    Näheres zu den Framerates, diese werden - je nach Gerät/Software - unterschiedlich angegeben:

    Beispiel 23,976 fps:
    • Software, MediaInfo: 23,976 fps
    • Software, VLC MediaPlayer: 23,976024 fps
    • RayPlay U3: 23,99 fps
    • Sony TV: 24p
    Beispiel 24 fps:
    • Software, MediaInfo: 24,000 fps
    • Software, VLC MediaPlayer: 24,000384
    • RayPlay U3: 24.00 fps
    • Sony TV: 24p
    Dieser Auflistung nach zu urteilen scheint eigentlich eher im ersten Beispiel eine Unstimmigkeit bei der Framezahl zu herrschen. Aber in diesem Fall wird wie gesagt der Film einwandfrei wiedergeben.
    Im zweiten Fall nicht.
    Jetzt muss der Fehler natürlich auch nicht zwangsläufig am RayPlay liegen. Aber da der RayPlay andere Dateien, die ich mir aus dem Internet runtergeladen habe, und die auch lt. z.B. MediaInfo 23,976 fps haben, gar nicht entsprechend erkennt, hätte ich ihn da am ehesten im Verdacht. Besagte runtergeladene Dateien im MP4-Format können vom RayPlay zwar wiedergeben werden, bei der Framezahl schreibt er aber 0,00 fps hin. Und diese Filme ruckeln auch recht deutlich sichtbar. Wobei ich hier auch nicht meine Hand für ins Feuer legen würde, ob die nicht einfach nur schlecht kodiert, bzw. zu stark komprimiert wurden und das Ruckeln (vielleicht 2-3 mal pro Sekunde) daher kommt. Aber wenn er die Framezahl nicht erkennen kann, wird er wohl im Zweifel eher mit 25p spielen, als mit 24, das bestätigt auch mein Fernseher.

    Die Blu-rays sind noch nicht weiter behandelt, haben also noch die original Ordner-/Dateistruktur. Soweit werden sie ja auch vom RayPlay korrekt erkannt, d.h. ich kann den Ordner direkt mit Play abpsielen und es wird dann auch 24,00 fps ausgeben.
    Es macht aber auch keinen Unterschied, wenn ich diese Filme weiter verarbeite, z.B. in MKV oder MP4 umwandele, sei es mit XMediaRecode oder Hybrid. Das beschriebene Ruckeln bleibt.

    Natürlich habe ich in den Einstellungen des RayPlay 1080p/24p aktiviert, und auch die Auto-24p-Erkennung des Sony scheint ja zu funktionieren, denn er gibt mir beim Starten des Films oder durch Drücken der Info-Taste aus, dass er im 24p-Modus läuft.

    Wenn ich jetzt wüsste, dass z.B. der neue Fantec 4KP6800 das nicht hätte (weil z.B. andere/neuere Software), wäre mir das sogar eine Neuanschaffung wert!
    Moin,

    wühl dich doch mal durch die Beiträge der letzten Jahre zu diesem Thema, nicht nur beim RayPlay, sondern bei alllen Mediaplayern und generell auch im Internet. :D

    Ein gerne "diskutiertes" Thema, ohne wirkliche Lösung, die meisten Menschen nehmen das auch gar nicht wahr (ist da überhaupt etwas?! :thumbsup: ). Ob und was in der Kette dafür sorgt ist auch nicht wirklich klar, gibt auch Fernseher die damit Probleme haben sollen.

    Frei nach dem Motto irgendetwas ist immer, es gibt auch in den neuen Android Geräten wieder Dinge, die nicht so laufen, wie manche Leute das gerne hätten, auch wenn es ganz andere Chipsätze und Software sind. Ich rate daher bei Anwendern, die auf solche Dinge viel Wert legen, schon seit Jahren zur Verwendung eines Computers, der an den Fernseher angeschlossen wird, nur so kann man selber nach Herzenslust basteln und es hoffentlich irgendwann so hinbekommen, wie man es gerne hätte. ;)
    Hat man darauf keine Lust, muss man sich mit den Gegebenheiten anderer Möglichkeiten abfinden, es gibt keine Wunderkombination in diesem Bereich.

    Gruß,
    Lars
    Kann das sein, dass da jemand leicht angenervt ist?! ;)

    Lars schrieb:

    ... Ein gerne "diskutiertes" Thema, ohne wirkliche Lösung, die meisten Menschen nehmen das auch gar nicht wahr (ist da überhaupt etwas?! :thumbsup: ). Ob und was in der Kette dafür sorgt ist auch nicht wirklich klar, gibt auch Fernseher die damit Probleme haben sollen.
    ...

    Doch, das Ruckeln ist schon definitiv da, und es lässt sich wohl auch erklären. Aber es stimmt schon, ganz viele Leute sehen das gar nicht. Auch nicht das Ruckeln, das entsteht, wenn z.B. ein 25p-Film mit 30p wiedergeben wird oder ein 24p-Film in 25p.
    Das erklärt auch den Erfolg von z.B. Amazon Fire TV (Stick)! Denn da hat man das ja praktisch immer, es sei denn, man macht sich die Mühe, das manuell umzuschalten (wovon aber auch die meisten wiederum noch nichts gehört haben).

    Ich hab tatsächlich noch ein wenig rumgesucht und u.a. einen Thread aus dem Jahr 2011 gefunden, wo einer ein ähnliches Problem beschreibt (aber anscheinend umgekehrt, d.h. 24 fps schien zu laufen, 23,976 aber nicht, hab den Thread aber auch noch nicht zu Ende gelesen).
    Witzigerweise geht es dabei auch um ein Fantec-Gerät!

    Dort wird auch ein Erklärungsversuch abgegeben, wie es zu den Rucklern alle ca. 40 Sekunden kommt:
    Spoiler anzeigen
    ... Man spielt eine Datei mit vermeintlich 24p ab - wenn der Player und der TV das können - und bekommt auf dem TV 24 Frames pro Sekunde angezeigt. Da Quellmaterial liefet aber nur 23,976215/6 Frames pro Sekunde.

    Das Abpielgerät zeigt jeden Frame nun 1/24 Sekunde bekommt aber leider keine 24 Frames pro Sekunde, sondenr nur 23,976215/6 Frames.
    Nach 23,976215/6 Frames fängt er dann mit den Frames der 2ten Sekunde an (eigentlich zu früh: 0,023785/24 Sekunden zu früh). Das merkt aber niemand.
    0,023785 = 24 - 23,976215

    Nach 2 Sekunden ist man dann 0,023785/24*2 Sekunden zu früh dran usw.
    Der ganze Vorsprung baut sich dann weiter aus, bis man nach 42 Sekunden Videowiedergabe 0,04162375 Sekunden voraus ist:

    0,023785/24*42 = 0,04162375

    Das hört sich nicht dramatisch an und würde auch niemand hören. Das Problem ist nur, dass sich dieser Vorsprung alle 42 Sekunden um eben diese 0,0416 Sekunden ausbaut.
    Bei einem 100 Minuten Film kämen am Ende knapp 6 Sekunden Vorsprung raus.

    Jetzt fragt man sich zurecht, ob das nicht total egal ist, ob der Film 6 Sekundne schneller läuft - und das sit es eben nicht, weil die Tonspur unahängig vom Beschleunigen der Videospur läuft. Nach 100 Minuten Film wäre der Ton also 6 Sekunden hinterher.

    Was passiert nun (und da kommen meine 42 Sekunden ins Spiel)?

    Alle 42 Sekunden wird ein Frame doppelt gezeigt, damit Bild und Ton synchron laufen: ...

    Bei mir müsste man sich das dann nur irgendwie umgekehrt vorstellen, so dass bei mir eben alle 42 Sekunden ein Frame fehlt.

    Na, jedenfalls habe ich jetzt nochmal meine Wiedergabe-Kette unter die Lupe genommen, bzw. eine Gegenprobe gemacht:
    Ich hab den PC mit meinem Sony-TV verbunden und sowohl ein Film mit 23.976 fps abgespielt, als auch einen mit 24p. Ach ja, und den aus dem Internet runtergeladenen Film mit 23,976 fps, der vom Rayplay mit 0,00 fps angegeben und mit 25p gespielt wird, habe ich auch noch getestet.
    Alles wurde mit Kodi abgespielt mit aktivierter Auto-Frame-Erkennung.
    Ergebnis: Alle Filme liefen einwandfrei! Mein Sony zeigt dabei immer 24p an, scheint aber intern wohl leicht angepasst zu takten.
    Die Intel-Grafik meines PC zeigte bei den 23,976-fps-Filmen 23 Hz an, bei dem 24-fps-Film 24 Hz.
    Wie gesagt, das Entscheidende war, der Film mit glatt 24 fps lief auch ruckelfrei und die aus dem Netz geladene Datei wurde von Kodi auch richtig erkannt und die Hertzzahl entsprechend eingestellt.

    Bliebe für mich die Frage, ob der neue 4KP6800, der ja auch Kodi an Bord hat, dann auch so mit der Hardware und dem Android zusammenarbeiten kann, dass das dort auch so (gut) funktioniert, wie bei meinem Windows PC mit Intel-Grafik (die in dem Sinne eigentlich nichts Besonderes ist, halt die intergrierte Grafik von einem Skylake core i5-6600).
    Moin,

    aktuell bin ich nicht genervt, auch wenn mich dieses Thema tatsächlich sehr lange genervt hat. :D

    John32 schrieb:

    Bliebe für mich die Frage, ob der neue 4KP6800, der ja auch Kodi an Bord hat, dann auch so mit der Hardware und dem Android zusammenarbeiten kann, dass das dort auch so (gut) funktioniert, wie bei meinem Windows PC mit Intel-Grafik (die in dem Sinne eigentlich nichts Besonderes ist, halt die intergrierte Grafik von einem Skylake core i5-6600).


    Die Software am PC ist aber schon deutlich anders und nicht so restriktiv an Hardwarevorgaben gebunden, da kann man meistens dann doch mehr "fixen", als es bei vollintegrierten Playern der Fall ist. Lies doch mal im 6800er Forum die Beiträge durch, auch in der neuen Generation gibt es bei bestimmtem Material "Probleme", ob der Hardwarehersteller dies noch ändern kann oder ein Feature ist, man weiss es nicht.
    Es ist auch wirklich so, dass es 99,9% oder mehr der Benutzer nicht interessiert oder Sie es gar nicht bemerken, bei Blindtests die ich im Laufe der Jahre durchgeführt habe mit den verschiedensten Playern war es das gleiche Ergebnis wie mit der Marken Cola oder Billig Cola, wenn es keiner weiss, bemerkt es niemand. :D

    Ob die neue Generation mit ihren eigenen Eigenheiten etwas für dich ist musst du selber entscheiden, sonst ist das mit dem PC ja aber auch eine Alternative.

    Gruß,
    Lars