3DS4600: Problem mit SQ-35RU3e

    3DS4600: Problem mit SQ-35RU3e

    Hallo zusammen!

    Seit mehr als zwei Jahren besitze ich nun den 3DS4600 Media Player, mit dem ich bisher eigentlich auch recht zufrieden war.
    Seit kurzem ärgert mich aber ein Sachverhalt, für den ich noch keine Lösung finden konnte.

    Vor zwei Wochen habe ich von meinem Bruder ein SQ-35RU3e "vererbt" bekommen. Dieses habe ich (über USB 3.0) an meinen Media Player angeschlossen. Bestückt ist der SQ-35RU3e mit zwei 2TB Festplatten, die vorerst als JBOD in das Gehäuse eingebunden sind. Dank der integrierten Energiesparfunktion wird das SQ-35RU3e ja beim Ausschalten des 3DS4600 automatisch mit abgeschaltet. Das Gleiche gilt fürs Einschalten.

    Und hier kommt es nun zu einem Problem: Beim Einschalten des Media Players wird das SQ-35RU3e zwar mit eingeschaltet, die Festplatten fahren auch (hörbar) hoch, werden aber vom 3DS4600 nicht erkannt/angezeigt. Die blauen Status-LED der Festplatten blinken dabei abwechselnd und die Platten bleiben inaktiv. Nach mehrmaligem Ein-/Ausschalten, Hoch-/Herunterfahren werden die Platten dann plötzlich doch "erkannt". Dies ist aber nicht reproduzierbar, absolut dem Zufall überlassen (manchmal 2x Ein-/Ausschalten, manchmal 3x, etc.) und auf Dauer ist das der Tod einer jeden Platte...
    Nachdem die Festplatten dann erkannt wurden, funktioniert alles problemlos; bis zum nächsten Einschalten X(

    Ich habe das Ganze bereits mit einem anderen USB 3.0 Kabel sowie einem USB 2.0 Kabel versucht. Hat leider nichts gebracht. Der Anschluss über eSATA fällt (in diesem speziellen Fall) weg, da dieser eher für den Raid-Einsatz "gedacht" ist. Im Falle einer JBOD-Anordnung wird von den meisten Playern oder PCs nämlich nur eine/die erste Platte in der "Kette" erkannt.

    An einen Rechner (sowohl Windows als auch Mac PC) angeschlossen, werden (über USB 3.0) problemlos beide Festplatte hochgefahren und anschließen auch "erkannt".
    Es scheint also ein Problem zwischen dem 3DS4600 und SQ-35RU3e zu sein.

    Ich bin mit meinem Latein am Ende...

    Hat irgendjemand einen Lösungsvorschlag für mich?

    Danke schonmal im Voraus...
    Hallo,

    wie Du mit Hilfe der Forensuche herausfinden kannst, haben wir hier schon oft geschrieben, dass die Player grundsätzlich nicht für den Betrieb mit Mehrfach Arrays ausgelegt sind und Probleme kriegen können - da werkelt ein Mini-Linux Kern drin, kein vollständiges PC Betriebssystem und die Player fühlen sich mit solchen Laufwerken schlicht überfordert. Unter bestimmten Voraussetzungen wissen wir aber, dass es funktionieren kann. So wurden z.B. schon mehrfach die QB Gehäuse von Fantec auf diese Weise getestet.

    Grundsätzlich sollte man, wenn man denn doch ein Mehrfach Array an die Player anschließen will, entweder bei Raid Gehäusen auf Raid Verbünde zurückgreifen, die dem Player maximal ein logisches Laufwerk anbieten oder Mehrfach Arrays, wie z.B. das QB-35US3 ohne Raid verwenden, die dem Player nicht über einen JBOD Modus die Platten einzeln anbieten, sondern "pure" die Platten einzeln anbieten.

    Das heißt in Deinem Fall könntest Du mit Raid 1 oder bei mehr als zwei Platten mit Raid 5 etc. ans ziel kommen. Ansonsten ist es gut möglich, dass das mit dem SQ so niemals zuverlässig laufen wird.

    Grüße
    Hallo paddylein,

    zunächst einmal vielen Dank für Deine Antwort.

    Die Forensuche habe ich im Vorfeld bereits bemüht, allerdings konnte ich zum SQ-35RU3e nichts Konkretes finden. Und offensichtlich scheint sich der 3ds4600 mit jedem Array wohl etwas anders zu verhalten. Laut einem Eintrag hier im Forum scheint es z.B. mit dem "X8US3 per JBOD" (außer einer längeren Scanzeit) problemlos zu laufen. In anderen Einträgen ist dann z.B. von 5 Einzelplatten in einem Gehäuse die Rede. Da kommt man nicht gleich auf die Idee, dass der 3ds4600 "grundsätzlich nicht für den Betrieb mit Mehrfach Arrays ausgelegt sind".

    Außerdem dachte ich, dass JBOD bedeutet, dass die einzelnen Datenträger z.B. dem Player ohne Zusammenlegung oder spezielle Struktur dargeboten werden; sozusagen eine Anordnung unabhängiger Platten. Dann stellt sich mir die Frage wo der Unterschied zwischen dieser Variante und der "pure"-Version (um bei der gleichen Produktreihe zu bleiben, z.B. eines SQ-35U3e) ist? Die Platten werden doch in beiden Varianten nacheinander gemountet.

    Dürfte ich dann noch fragen auf welche Voraussetzungen sich die Aussage "Unter bestimmten Voraussetzungen wissen wir aber, dass es funktionieren kann" bezieht? Oder sind hier ausschließlich die QB Gehäuse gemeint?

    Dank und Gruß
    Hallo,

    was mit "Unter bestimmten Voraussetzungen" gemeint ist, habe ich doch darunter geschrieben:
    Grundsätzlich sollte man, wenn man denn doch ein Mehrfach Array an die Player anschließen will, entweder bei Raid Gehäusen auf Raid Verbünde zurückgreifen, die dem Player maximal ein logisches Laufwerk anbieten oder Mehrfach Arrays, wie z.B. das QB-35US3 ohne Raid verwenden, die dem Player nicht über einen JBOD Modus die Platten einzeln anbieten, sondern "pure" die Platten einzeln anbieten.

    Das heißt in Deinem Fall könntest Du mit Raid 1 oder bei mehr als zwei Platten mit Raid 5 etc. ans ziel kommen. Ansonsten ist es gut möglich, dass das mit dem SQ so niemals zuverlässig laufen wird.


    JBOD gibt die Platten einzeln frei, korrekt, trotzdem ist der JBOD Modus den Raid Modis unterstellt und ist nur bedingt mit einem normalen Array OHNE Raid vergleichbar. Die Funktionsweise ist da schon etwas anders, auch wenn das Endergebnis vielleicht auf den ersten Blick das gleiche sein mag.

    Das von Dir benannte X8US3 ist z.B. ein solches QB ohne Raid, jedoch für 8 Festplatten. Die gleiche Variante gibt es dann auch noch mal als Raid System mit R am Ende und natürlich können sich die Arrays an den Playern unterschiedlich verhalten. Genau deshalb sagte ich ja auch, dass die Player grundsätzlich nicht für solche Mehrfach Arrays ausgelegt sind, auch wenn gegen eine Verwendung vom Prinzip her nichts spricht - man muss es einfach testen. Das begründet sich ja allein schon aus dem Verwendungszweck, denn wer stellt sich im Regelfall einen solch zierlichen Player in die heimische Kino Anlage und ergänzt das dann mit einem solchen "Trümer" von Festplattenarray. :thumbup: Die meisten kommen halt mit einer internen, maximal einer zusätzlichen, externen Platte oder der Zugriffsoption auf ein NAS aus.

    Für User, die mehr als 3 Festplatten zur selben Zeit an einem Player stationär betreiben wollen, wäre es schon fast sinniger, ein Mehrfacharray mit einem integrierten Player zu entwickeln, statt ein Mehrfacharray an einem Standalone Player zu betreiben. :thumbup:

    Grüße