QB-35US3 > Daten- und Formatierungsverlust auf WDC-HDD

    QB-35US3 > Daten- und Formatierungsverlust auf WDC-HDD

    Hallo zusammen,

    hier meine Konfiguration:
    1x QB-35US3 wahlweise am USB 3.0-Port
    eines ASUS P8H67-V oder an einem separat eingebauten NEC-USB 3.0-Controller
    1x Western Digital WDC WD20EARS (2TB) im ersten Slot des QB
    1x Seagate ST2000DL003-9VT166 (2TB) im dritten Slot des QB
    Betriebssystem: Windows 7 Home Premium 32 Bit
    Nutzung: Externe Backup-Lösung in einem Gehäuse, um Schnittstellen und Netzteile zu sparen
    Backupsoftware: BSC Backup Service Home 3

    hier mein Problem:
    Seit Einbau der beiden Platten am 22.01.14 lief alles so wie von mir geplant. Die Backupsoftware hat einmalig ein komplettes Backup meiner Daten (ca. 1,3 TB) auf die Western Digital Platte geschrieben und danach jede Stunde eventuelle Änderungen separat gespeichert.

    Der Rechner läuft i.d.R. ca. 10-12 Stunden am Tag. Danach wird er abgeschaltet und das QB schaltet, wie eingestellt, nach wenigen Sekunden ebenfalls ab. Am nächsten Morgen wird dann zuerst das QB gestartet und dann der PC, der das QB erkennt und die Platten für die Backupsoftware freigibt.

    Gestern Vormittag wollte ich nun eine spezielle Datei im Backup suchen und ggfls. wieder herstellen. Dabei fiel mir auf, dass nur noch die Backupverzeichnisse der letzten 15 Tagen im Explorer sichtbar waren. Kurze Zeit später ließ sich dann die Platte, ohne das ich etwas am Status verändert hätte, gar nicht mehr im Explorer finden.

    Ich ging im Internet auf die Suche nach Lösungsmöglichkeiten und fand den Tipp, die HDD doch mit "chkdsk" wieder zu reparieren. Ich wechselte also auf die Eingabeebene (ehemals DOS) und gab die Parameter ein. chkdsk erkannte sofort, dass die Indexe der Platte total durcheinander geraten waren und "behob" diese Fehler. Danach fuhr ich den PC runter und startete neu. Die HHD wurde wieder erkannt und das Verzeichnis war zu sehen (allerdings auch nur die Verzeichnisse der letzten 15 Tage). Ich versuchte, über den Explorer auf eine dieser Verzeichnisse zuzugreifen und eine Datei (eine simple Textdatei) zu öffnen. Dieser Versuch scheiterte und wurde mit einer Daueranzeige der "Eieruhr" quittiert. Danach verschwand die HDD plötzlich wieder komplett aus der Exploreransicht.

    Ein erneuter Versuch mit chkdsk ergab, dass die HDD plötzlich nur noch im RAW und nicht mehr im NTFS-Format vorlag. Ein Zugriff ist somit nicht mehr möglich.

    Ich lasse zur Zeit die HDD durch die Digital Data Lifeguard Diagnostics von WDC prüfen. SMART-Status wurde mit PASS quittiert und die ersten Tests liefen bisher auch alle, laut Meinung der WDC-Software, erfolgreich. Aktuell führt die Software einen umfangreichen read/write-Test durch. Sobald der durch ist, melde ich das Ergebnis.

    Inzwischen haben ich die Backupsoftware so eingestellt, dass das Backup nun auf die Seagate-Platte geschrieben wird. Das Initialbackup lief einwandfrei und ohne Probleme durch und auch die ersten Zusatzsicherungen waren ohne Befund.

    Hat jemand von Euch schon mal Ähnliches erlebt und kann mir einen passenden Tipp geben ?
    Wenn es die Platte ist, dann werde ich die natürlich bei WDC reklamieren.
    Es währe nur gut, wenn ich das QB durch logische Argumentation schon mal als Fehlerquelle ausschließen könnte ;).

    LG,
    QB35US3
    Hallo,

    qb35us3 schrieb:

    Hat jemand von Euch schon mal Ähnliches erlebt und kann mir einen passenden Tipp geben ?


    Ja, exakt dann, wenn Platten dabei sind, sich zu verabschieden. Die WD Diagnostic Tools müssen übrigens nicht zwangsläufig einen Fehler anzeigen. In erster Linie überprüfen diese nur die S.M.A.R.T. Werte, führen ein paar Lese-/ und Schreibtest durch, geben aber eben nur einen momentanen IST-Zustand wieder, protokollieren aber nicht wirklich, was in der Vergangenheit passierte. Daher müssen diese Tests nicht immer und zwangsläufig Indikator für einen Defekt sein. Es braucht nur ein zeitweiliger Defekt gewesen sein, der das Dateisystem zerschossen hat, dann suchst Du Dich fehlertechnisch tot. Das Problem ist, das von hier aus der Ferne einzugrenzen. Geht einfach nicht. Du wirst dies nur vor Ort testen können und gegebenenfalls durch einen Datenträgeraustausch längerfristig ausschließen können.

    qb35us3 schrieb:

    Es währe nur gut, wenn ich das QB durch logische Argumentation schon mal als Fehlerquelle ausschließen könnte ;).


    Tja, das mit der logischen Argumentation ist natürlich so eine Sache... Logik interpretiert da jeder anders :thumbup: . Fangen wir mal mit der ersten logischen Argumentation an, dass die andere Platte offensichtlich ja noch nach wie vor funktioniert. Das bedeutet, dass das QB in seiner Gesamtheit nicht defekt sein kann, ansonsten hättest Du generelle Probleme, mit beiden Platten!

    Um hier noch mehr logische Argumentationen zu liefern, bräuchte es mehr Tests, mit dem gestörten, und einem potenziell neuen Datenträger.
    Tests könnten z.B. so aussehen, den vermeidlich gestörten Datenträger einfach mal in einem anderen Slot zu betreiben. Du verfügst ja über das QB ohne Raid Funktion, demnach sollte das, bis auf potenziell anzupassende Laufwerkszuweisungen im angeschlossenen Host System, keine Probleme bereiten. Sinnvoll wäre wohl auch, diese Platte nun einmal komplett zu bereinigen, sprich sämtliche Partitionen zu löschen und diese Platte neu einzurichten und zu schauen, wie sie sich nun verhält.

    Denn man sollte evtl. auch in Betracht ziehen, dass hier kurzzeitig auch einfach nur ein Problem zwischen Platte, Betriebssystem/Backup Software bestand, weil das System aus der Routine heraus vielleicht ausnahmsweise mal nicht korrekt abgemeldet wurde etc.! Das soll völlig Wertefrei gemeint sein - es ist nur eine mögliche Erklärung, für den Fall, dass die Platte nach einem Neuauflegen wieder problemlos läuft, denn Defekte lösen sich ja bekanntlich nun mal eher selten von selbst in Wohlgefallen auf ;) . Fehler, die sich von selbst auflösen, sind dann doch in der Regel temporärer Natur und eher selten auf die Hardware zurückzuführen, denn Hardware kann sich selten selbst reparieren ;) .

    Ansonsten wie gesagt mal parallel einen neuen Datenträger nutzen und schauen, wie sich das System verhält.

    Was mir noch etwas Kopfweh bereitet, auch wenn es nicht zwangsläufig etwas mit Deinem Problem zutun haben muss - Das QB befindet sich bei Dir im Regelfall bis zu 12 Stunden am Tag im Dauereinsatz, ohne in den Standby zu fahren, korrekt? Du weißt hoffentlich, dass das QB offiziell ein Consumer Gerät ist und eigentlich nicht für solche, schon Business anmutende Regelbetriebszeiten konzipiert und ausgelegt ist? Ich möchte das nur mal in Bezug auf die Langlebigkeit der Geräte als solches erwähnt wissen. ;)

    Grüße

    p.s. ich bitte Dich übrigens beiläufig meinen Hinweis in dem anderen Thread, wo Du Deinen Erstpost verfasst hast, betreffend Deines Nicknamens zu beherzigen. Danke für Dein Verständnis.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „paddylein“ ()

    @paddylein:
    Vielen Dank für Deine ausführliche Stellungnahme.

    Wie ich bereits erwartet habe, ergab der Einsatz der WDC Diagnosetools keinen Befund; die Platte soll soweit OK sein. Auch die separat ausgelesenen S.M.A.R.T.-Werte sind weitgehend unauffällig. Die HDD ist aus 09/2011 und hat 3J Garantie.

    Als nächstes habe ich versucht, den Fehler 1:1 nachzustellen. D.h., ich habe erneut exakt die Umgebungsbedingungen geschaffen, die zum "Aussetzen" der HDD führten (obige Konfiguration, Kopieren von ca. 1,3 TB Daten auf die HDD) und es ist mir leider wieder gelungen. Die HDD war auf einmal mitten im Kopiervorgang wieder "weg" und wurde kurz drauf als RAW-formatiert ausgewiesen.
    Diesen Test habe ich insgesamt 2x durchgeführt, mit jeweils gleichem Ergebnis.

    Dann habe ich die betroffene HDD, wie von Dir empfohlen "gelöscht" (Partition aufgehoben, neue Partition angelegt, auf NTFS formatiert) und statt in Slot 1 nun in Slot 3 des QB gesteckt. Die Platte aus Slot 3 (Seagate) landete dafür in Slot 1 und wird nun für das o.g. Backup genutzt. By the way: Ist der Slot 1 eigentlich immer so eine "wackelige Angelegenheit", was die Steckverbindung mit der HDD angeht ? Die anderen Slots sitzen m.E. "fester"...

    Nun habe ich den gleichen Kopiervorgang nochmals gestartet und warte darauf, was mit der betroffenen HDD passiert. Bis jetzt läuft der Kopiervorhang sauber durch. Die Zeitpunkte, an denen die vorherigen beiden Versuche scheiterten sind m.W. schon überschritten. Sobald der Test beendet ist, melde ich mich wieder.

    Zum Thema "Nutzungsdauer Consumer" nehme ich noch Stellung; die 10-12 Stunden sind als Regelfall doch zu hoch gegriffen, aber dazu später mehr.

    LG,
    EinKunde

    P.S.: Ich habe deinem Wunsch entsprochen, und meinen Nickname geändert. Ich hoffe es konveniert nun eher ;).

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „EinKunde“ ()

    Hallo,

    qb35us3 schrieb:

    Zum Thema "Nutzungsdauer Consumer" nehme ich noch Stellung; die 10-12 Stunden sind als Regelfall doch zu hoch gegriffen, aber dazu später mehr.


    kann, darf und soll sogar völlig unkommentiert bleiben :thumbup: . Es sollte einfach nur eine Randbemerkung sein, da hier gern manchmal die Grenzen verschwimmen und manche mit den Geräten einen 24/7 Betrieb anstreben, nichts weiter ;) .

    Was den Rest betrifft, tja, dann bleibt Dir erst mal nur weiter testen und im Auge behalten. Kleiner Tipp noch: Nicht zu viele Gegebenheiten auf einmal bzw. gleichzeitig testen. Ich nehme Bezug auf den Slot Wechsel gleich nach dem "platt machen" der HDD. Eines nach dem anderen, sonst kannst Du ja nachher nicht wirklich eingrenzen, woran es gelegen hat.

    Was den Nicknamen angeht, so war das offen gestanden kein Wunsch aber freut mich, dass Du dem ohne murren nachgekommen bist ;) . Wie Du Dich übrigens letztlich nennst, hat mich nicht weiter zu interessieren, so lange das Regelwerk respektiert wird. Wenn Du mich jedoch nach meiner persönlichen Meinung fragst, hätte ich ja doch etwas persönlicheres gewählt aber wie gesagt, jeder wie er mag :thumbsup: . So, aber genug davon und back to Topic.

    Grüße

    paddylein schrieb:

    kann, darf und soll sogar völlig unkommentiert bleiben .

    OK, wenn Dir soviel daran liegt, verzichte ich auf einen Kommentar. Du machst es einem aber auch nicht leicht :D .


    paddylein schrieb:

    Was den Rest betrifft, tja, dann bleibt Dir erst mal nur weiter testen und im Auge behalten. Kleiner Tipp noch: Nicht zu viele Gegebenheiten auf einmal bzw. gleichzeitig testen. Ich nehme Bezug auf den Slot Wechsel gleich nach dem "platt machen" der HDD. Eines nach dem anderen, sonst kannst Du ja nachher nicht wirklich eingrenzen, woran es gelegen hat.


    Sorry, da musst Du mich missverstanden haben. Der Slot-Wechsel fand erst statt, nachdem ich den Fehler 2x unter identischen Bedingungen nachstellen konnte. Ich betreibe Fehleranalyse leider auch nicht zum ersten Mal ;) .
    Hallo,

    EinKunde schrieb:

    Sorry, da musst Du mich missverstanden haben. Der Slot-Wechsel fand erst statt, nachdem ich den Fehler 2x unter identischen Bedingungen nachstellen konnte. Ich betreibe Fehleranalyse leider auch nicht zum ersten Mal .


    habe ich auch nicht in Abrede gestellt, es liegt mir auch fern, Dich als Dau oder dergleichen abzustempeln. ;) Ich versuche lediglich zu helfen und da ich den Fachwissensstand der User ja nicht "riechen" kann, folgen da auch ganz banale Tipps :thumbup: . Es klang halt so als hättest Du nach diesen Tests die fragwürdige Platte platt gemacht und danach ohne weiteren Test auch direkt den Slot Wechsel vorgenommen.

    So, aber dann teste jetzt bitte erst mal in Ruhe zu ende, sonst ist der Thread hier mit unserem OT Gebabbel nachher zu sehr aufgebläht.

    Grüße
    So, heute gebe ich mal einen ersten Zwischenstand meiner Tests:

    Habe mir eine nagelneue Seagate ST3000DM001 (3 TB) als zusätzliches Backupmedium angeschafft und diese nun in Slot 3 gepackt. Slot 1 ist nach wie vor die Seagate ST2000DL003 (2 TB) als aktives Backupmedium und in Slot 2 steckt die WDC WD20EARS (2 TB), die zu Anfang die Probleme (NTFS-Formatierungsverlust) aufwies.

    Trotz nun intensivem, jeweils mehrstündigem Testen (hin-und-her-kopieren von Unmengen an Daten zwischen PC und den jeweiligen Platten und auch zwischen den Platten untereinander (immer so ca. 1,3 TB) gab es bis jetzt keine weiteren Ausfälle. Ich bin somit dazu geneigt anzunehmen, dass es sich wohl um einen "zeitweiligen Wackelkontakt" in der internen Steckverbindung gehandelt hat, der sich nach dem Wechseln der Platten, durch z.B. strammeres Einstecken, erledigte. Die Western Digital werde ich dennoch weiter im Auge behalten und noch ein wenig "quälen", um ganz sicher zu gehen.

    Sollte sich der aktuelle Status Quo nochmals ändern, melde ich mich wieder.

    Vorerst mal vielen Dank für den Gedankenaustausch.

    LG,
    EinKunde

    P.S.: Mein Lüfter ist übrigens immer noch zu laut, aber Ihr dürft mir ja nicht helfen :D ...
    Hallo,

    also ich würde doch mal eher darauf tippen, dass das reinigen und neu aufsetzen der HDD wohl eher den Erfolg herbei geführt hat und die Platte einen Defekt im Dateisystem hatte :thumbup: . Wenn Du Daten kopierst und die Platte irgendwo bei einem TB stecken bleibt ist ein mechanisches Problem eher unwahrscheinlich, dann wäre ein entsprechender Ausfall viel eher und vor allem auch häufiger aufgetreten. Wahrscheinlicher wäre da noch eher ein thermisches Problem, doch all die Spekulation sollte unwichtig sein, viel wichtiger ist, dass das System erst einmal wieder zu Deiner Zufriedenheit läuft. ;)

    Ich mache dann hier erst mal wieder dicht - sollte sich in der Thematik noch etwas tun, einfach einen neuen Thread mit einem Verweis auf diesen hier öffnen, wir verschieben das ganze dann rüber und machen im Bedarfsfall wieder auf hier.

    Grüße