Sticky How-To: Datenrettung von einer MR-35DRN RAID1 Festplatte

    How-To: Datenrettung von einer MR-35DRN RAID1 Festplatte

    Benötigt wird:
    Eine Linux LiveCD ( z.B. Fedora oder Ubuntu)
    Ein Gehäuse zum einbauen der MR-35DRN Festplatte
    Eine Festplatte zum sichern der Daten
    In den folgenden Beispiel wurde ein LiveUSB Stick mit Fedora 15 Desktop Edition benutzt.

    Sobald das System gestartet ist und die MR-35DRN Festplatte mit dem Rechner verbunden ist, wählt man über Activities > Applications das Disk Utility aus.

    applications.png

    Dort sollte unter Multi-disk Devices ein RAID-1 Array auftauchen

    Raid-Array.jpg

    Nach Benutzung der Option „Start RAID Array“, geht der Statelevel auf Degraded und man kann die ext2 oder ext3 Partition mounten.

    Raid-Array-Degraded.jpg

    Achtung!
    Sobald die Festplatte auf Degraded gestellt wurde kann diese nicht mehr im MR-35DRN genutzt werden, sondern muss neu formatiert werden.

    Unter Applications > Files kann man dann die Festplatte anwählen und im public Ordner browsen.

    HDD-Inhalt.jpg

    Die nicht geschützten Daten können dann per Drag & Drop auf die Sicherungsplatte kopiert werden.

    Um die Dateien aus den geschützten Ordnern zu sichern muss man unter Applications > Terminal der Benutzer auf root geändert werden.
    Geben sie hierfür im Terminalfenster „su root“ ein.
    Navigieren sie nun mit „cd /media/ID der Partition/Name des geschützen Ordners/ zum Ordner der die zu sichernden Daten enthält.
    Dort können sie nun mit „cp * /media/Name der angeschlossenen Sicherungsfestplatte“ den gesamten Inhalt auf die Sicherungsfestplatte kopieren.

    terminal.jpg

    Um einzelne Dateien zu sichern kann man mit „ls“ sich die Dateien auflisten lassen und mit „cp Name_der_Datei /media/Name der angeschlossenen Sicherungsfestplatte“ kopieren.


    Sollte es beim Kopieren zu einem Input/Output Fehler kommen, muss die Festplatte einmal im Disk Utility mit Unmount Volume und Stop Raid Array entfernt und mit
    Start Raid Array und Mount Volume wieder hinzugefügt werden.
    Wer es etwas komfortabler haben möchte kann auch das Tool Ext2 IFS 1.11a benutzen, zu finden hier.

    Hierfür muss aber trotzdem einmal die Linux Live CD wie oben beschrieben benutzt werden.

    Im Disk Utility muss die Partition einmal über „Start RAID Array“ und „Mount Volume" geöffnet und
    mit „Unmount Volume“ und „Stop RAID Array" wieder geschlossen werden.

    Danach kann die Festplatte an einen Windows Rechner angeschlossen und mit Ext2 IFS geöffnet werden.
    Dazu einfach die Ext2IFS_1_11a.exe ausführen und beim letzten Punkt der Datenpartition ein Laufwerksbuchstaben zuweisen.

    Jetzt sollte man das Laufwerk mit den zugewiesenen Buchstaben auf dem Arbeitsplatz sehen, die Daten sollten sich dann ohne Probleme kopieren lassen.